Wirtschaftspsychologen – der Nachwuchs für effiziente Marketingkommunikation
Jeden Tag kommen wir mit mehreren hundert Werbebotschaften in Berührung. Mittlerweile werden wir von so vielen Werbeplakaten, Radiospots, Flyern, Onlinebannern etc zugemüllt, dass man kaum noch eine Werbung bewusst wahr nimmt. Als Beispiel kann man die Klickraten von Werbebannern heranziehen. Früher zu Beginn der 2000er Jahre konnten Skyscraper und Co noch Klickraten von 5% und mehr aufweisen. Das hört sich wenig an, ist aber in der Werbewelt ein sehr guter Wert. Heutzutage liegen die Klickraten bei Bannerwerbung unweit tiefer. Nicht mal jeder Zweite von 1.000 Deutschen klickt auf einen Werbebanner. Das ergibt einen Wert von 0,18 Prozent. Unsere ausländischen Nachbarn wie zum Beispiel die Franzosen sind auch nur unwesentlich klickfreudiger – hier liegt die Rate bei 0,25 Prozent. Ein Zinsrechner gehört also zur Grundausbildung dazu.
Diese Zahlen sind für die werbetreibende Industrie natürlich ein Dilemma. Wie will man ein Produkt verkaufen, wenn es keiner mehr wahrnimmt? Die Flopraten bei neuen Produkten liegen enorm hoch. In manchen Branchen verschwinden 90% der neuen und oft teuer beworbenen Produkte wieder vom Markt. Wie kann man also diese Rate verbessern? Gefragt sind Experten in der Marketingkommunikation, die mit viel oder aber auch wenig Geld ein möglichst optimales Ergebnis realisieren können. Zeitschriftenanzeige oder doch lieber direkt die eigene Facebook-Fanpage und damit der Zugang zur jungen Zielgruppe? Mittlerweile ist alles messbar und am Ende des Tages muss ein Produkt eben nicht nur bekannt sein, es muss sich auch verkaufen. Nachwuchs für die riesige Marketingbranche kommt aus den Unis und Fachhochschulen. Vor allem spezialisierte Studiengänge wie beispielsweise ein Bachelor in Marketingmanagement oder ein Wirtschaftspsychologie Studium mit Schwerpunkt „Werbe- und Konsumentenpsychologie“ sind gute Vorbereitungen für den Einsatz in der Marketingkommunikation.
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6. Juli 2010 | Von Jens Wertheimer | Kategorie: Internet
